Montag, 29. Oktober 2012

Der erste Strandtag und ein Sonnenuntergang


1. Oktober, Perth

Am ersten Oktober war dann der Geburtstag der Queen. Und da Australien ja zum Commonwealth gehört, war auch dort Feiertag. Und weil die Australier unter irgend einem Segen stehen haben die an Feiertagen, anders als in Deutschland, verdammt gutes Wetter. Das erste Mal in diesem Sommer über 30 Grad. Wir ergriffen die Chance und fuhren zum Strand. Das Wasser war zwar bitterkalt, aber sobald alles eingefroren war, hatr man es eigentlich kaum noch gespürt. Hat ewig gebraucht, aber jeder war mal drin.



War zapfig kalt, aber die Australier rennen da knallhart rein.






Anschließend gings wieder in ein Café und weil André nach einer Weile immer plötzlich spurlos und ohne einen Ton verschwindet (Wirklich, der Kerl ist dann einfach weg. Dimensionsloch oder so...) blieben wir dort auch eine Weile, um zu warten. Er hatte ja ein Bahnticket dabei, mit dem auch ich fahren konnte. Aber André kam nicht. Später haben wir dann erfahren, dass er den Golfplatz fotografieren gegangen war und oben am Berg auf uns wartete, weil das auf dem Weg zurück lag. Aber da wir das nicht wussten, begaben wir uns nach einer halben Ewigkeit an den Strand zurück, um dort den Sonnenuntergang zu beobachten. War auch ganz schön, aber ein neues Ticket zurück musste ich trotzdem kaufen. Seitdem sagt er aber Bescheid, wenn er geht. Und kommt auch irgendwann wieder. Und weil es wenig ausreichende Worte gibt, um einen Sonnenuntergang an der Westküste Australiens zu beschreiben, lasse ich an dieser Stelle wieder einmal die Bilder sprechen.



Fängt langsam an.
Hier gibts überall Angler.
Sehr malerisch.
Und irgendwann sieht man dann richtig, wie die Sonne weiter nach unten wandert.



Und dann war sie weg. Nach dem Sonnenuntergang wurde es derzeit übrigens recht schnell kalt.



Sonntag, 28. Oktober 2012

Kings Park


30. September, Perth

Während unserer Hostelsuche haben wir immer wieder gehört, dass alles nur so voll sei, weil im Kings Park ein Festival sein sollte. Also dachten wir uns, dass wir uns das mal genauer anschauen sollten. Im Spinners meinte zwar ein Typ, dass er von keinem Festival im Park, wohl aber von einem Jahrmarkt in der Nähe gehört hätte. Da wir uns den Park aber sowieso angucken wollten, fuhren wir auf gut Glück einfach mal dort hin.




Uiiii Skyline!






War leider geschlossen.
Ein Festival haben wir nicht vorgefunden und nach und nach stellte sich raus, dass dort nur gerade alle Blumen blühten und das ganz viele Touris anlockt. Flowers Festival wurde das Ganze dann genannt. War auf jeden Fall ein entspannter Tag und der Kings Park ist nicht nur rießig, sondern auch schön. Und nach dem Café Trinken in einem kleinen Restaurant hatten wir dann auch endlich eine Pfeffermühle. Ehem.

Skepsis.
Skepsis, überall!
Kurz vor Sonnenuntergang haben wir dann mehr zufällig als alles andere Mona, Nicole und Chris getroffen und mit denen gemütlich gevespert.

Ein Memorial vor der Wiese, auf der wir saßen.


Noch ein Teil davon
Alle mal auf einem Haufen.

Samstag, 27. Oktober 2012

Neue Bleibe

28. September 2012, Perth

Irgendwann kam Guy dann aber auch wieder aus dem Urlaub nach Hause und mit ihm die Freundin und zwei  kleine Kinder. Dann wurde die Situation irgendwie seltsam, denn Sturmfrei war ja vorbei. Außerdem wurde es zunehmend unpraktischer so weit außerhalb der Stadt zu wohnen und jedes Mal vier Dollar hin und vier Dollar zurück für Bus und Bahn zu bezahlen. Also machten wir uns auf, eine neue Bleibe zu finden. Die schweren Rucksäcke ließen wir aber zunächst in der Wohnung, um überflüssigen Balast zu vermeiden. Außerdem gingen wir zu diesem Zeitpunkt davon aus, dass wir am nächsten Tag bereits ein Auto hatten- der Traum zerschlug sich dann aber doch recht schnell, weil das Ding nicht registriert war.
Den ganzen Tag und die halbe Nacht suchten wir nach einem Hostel, aber wegen irgend einem Festival war wirklich alles belegt und das einzige Angebot war dann, dass Lisa und Ich uns ein Einzelbett teilen und dafür den vollen Preis plus noch einmal die Häfte zusätzlich zahlen mussten. André wäre in einem Doppelzimmer mit einem recht betrunkenen, 'stämmigen' Iren gelandet. 
Wir zogen weiter...
Und waren schlussendlich so verzweifelt, dass wir in Hotels nachfragen gingen. Ganz zentral in Perth, kurz vor Mitternacht, im Kings Hotel wurde uns dann endlich ein Preis genannt, der erträglich war.
Und das Frühstück. Ein mega Buffet und man konnte reinhauen so viel man wollte. Wir haben fast 2 Stunden gefrühstückt. 


Man gönnt sich ja sonst nichts...
Wir waren jung und brauchten das Geld!
Zufällig am selben  Tag entstanden... Ist vor dem Hotel.

Am nächsten Tag ereilte uns dann ein Anruf von Nicole, Mona und Christopher, welche wir nur einen Tag vorher im Office kennengelernt hatten. Da hatten sie nur noch eine Nacht im YHA- Hostel übrig und waren ebenfalls auf der Suche nach einer anschließenden Schlafmöglichkeit. Auf jeden Fall hatten sie ein Hostel ausfindig gemacht, in dem auch noch Platz für uns drei war. Ich musste dann zwar für eine Nacht in ein 10- Bett Jungszimmer aber, hey... dufte dufte.
Insgesamt war das Spinners auf den ersten Blick eine verranzte Bude voller Freaks, aus dem Raucherzimmer roch es jeden Abend verdächtig grün und irgendwann kam auch ein kleiner, bulliger Ire in die Küche gerannt und kündigte an, demjenigen seine beiden Beine zu brechen, der sein Bier ausgetrunken hatte ("I will find them and I will break their fucking legs!").
Aber eigentlich war es dort ganz nett und wenn man kein Bier klaute war man auch sicher und willkommen.
Das ganze Hostel wurde inklusive Zimmer, Küchen und Bäder täglich gründlich geputzt und die ganzen Freaks lungerten sowieso nur vor dem 24 Stunden Fernseher herum und waren harmlos. Ich auf jeden Fall finde den Laden klasse und würde ihn jederzeit weiterempfehlen. Das Beste: Ist man einmal drin, bleibt man einfach so lange man möchte. Und auch die Mitarbeiter (insofern man sie identifizieren konnte, bin mir bis heute nichts sicher, wer da alles dazugehörte...) waren nicht so seltsam, wie wir anfangs dachten. Der Milan von der Rezeption entschuldigte sich am ersten Tag die ganze Zeit und keiner wusste, warum. Aber sobald er einen ins Herz geschlossen hatte, war er sehr nett. Und er liebt Deutsche. Er spricht auch deutsch. Und er liebt Deutsche. Nein, wirklich. Er liebt Deutsche. Das hat er sehr oft betont. Und begründet. Aber das haben wir dann wieder nicht so ganz verstanden.
Im Spinners blieben wir dann, bis wir endlich ein Auto fanden und nach Norden aufbrechen konnten. So ungefähr 10 Tage, glaub ich.

Dort sind alle Wände vollgesprayt.

Auch die Türen.

Mal wieder am Kochen.
Da gibt man mal ganz kurz nicht auf seine Kamera acht und schon hat man sowas drauf.
Der André und der Christopher.
Ohne Worte?
Von dort aus erkundeten wir auch das erste Mal Perths Nachtleben. Zunächst begnügten wir uns mit einem Bierchen und Wein in Hungry Jacks Bechern (Tarnung! Hier darf man ja nicht öffentlich trinken...) auf der Northbridge damit, die ganzen Menschen auf der Partymeile zu beobachten. Hier tackeln die sich ja alle unheimlich auf. Also die Mädels. Kurze Kleider, aus denen der Arsch fast rausfällt. Aber alle, in allen Gewichtsklassen. Teilweise echt eklig. Und die wenigstens können auf ihren Stelzen laufen. Bis auf eine, die hatte aber zwei Krücken und hätte uns fast damit verkloppt. Auch eine Truppe von Iren, alles Mädels. Sind dann glücklicherweise weitergezogen. Aber ja, so kann man sich auch sehr gemütlich einen Abend gestalten.
Jeden Mittwoch gibt es ganz in der Nähe vom Spinnershostel eine Backpackerparty. Geht wohl den ganzen Tag lang und für nur 5$ bekommt man BBQ und Entertainment. Wir sind dann aber erst abends hin, zusammen mit zwei aus dem Nachbarzimmer. War ein erfolgreicher Abend. Habe nur 2$ ausgegeben und die auch nur, weil der Chinese, der plötzlich den Pincher Bier ausgeben wollte, den ich gerade bestellt hatte (ernsthaft, plötzlich stand der der da und meinte er bezahlt was auch immmer ich gerade bestellt hab...), diese gerade nicht klein hatte. Von dem Bier wollte er dann aber nichts.
Im Laufe des Abends trafen wir dann auch Caro wieder, die im selben Flieger und ebenfalls mit travelworks nach Perth kam und klug genug gewesen war, sich gleich im Voraus noch Hostelnächte zu buchen und deswegen nicht mit zu Guy kam.

So hats angefangen.
Und so geendet.
André findet dieses Bild spiegelt den ganzen Abend wieder.

Alles in Allem ein lustiger Abend, aber was ich gelernt habe: Wenn dir ein Australier einen Drink ausgeben möchte und du annimmst, geht der davon aus, dass du entweder mit ihm Heim gehst oder kurz auf den Parkplatz. Wusst ich nicht... Lisa hat mir da dann ein wenig ausgeholfen.
Lektion gelernt!

Sonntag, 7. Oktober 2012

Freemantle

Mittwoch, 26. September, Perth/Freemantle

Während der Zeit bei Guy haben wir auch einen Tagesausflug nach Freemantel gemacht, das ist sozusagen die Hafenstadt von Perth. Da hatte der André auch Geburtstag und wurde 20. Alte Sau. In Freemantle hab ich dann jedenfalls auch das erste Mal das Meer gesehen. Leider wars ziemlich windig und ab und zu hat es genieselt, deswegen blieb es beim Angucken.
Über Freemantle gibt es leider nicht sonderlich viel zu erzählen, außer vielleicht, dass es dort am Wochenende einen sehr guten und preiswerten Markt geben soll. Aber wir waren ja nicht am Wochenende dort. Also lass ich einfach mal die Bilder sprechen!

Mein erster Ton: ein astreiner Furz.




Nordseefeeling.

Meer gesichtet!








Beweisfoto.
Irgendwann überkam uns dann natürlich der Hunger und jeder hier in Australien steht auf Fish&Chips. Also habe ich mich überwunden und nach Jahren Fischabstinenz wieder mal einen Meeresbewohner gevespert. Ja. Ich habe Fisch gegessen.
Hat nach nichts geschmeckt. Außer nach diesem weißen Schlabberzeug, das da drauf ist. Und Essig, der literweise drübergekippt wurde.
Immerhin hat es Pappsatt gemacht. Nach weiterer Inspektion von dem Imbiss haben wir dann sogar Fish&Chips- Eis gefunden. Keiner hat sich getraut das zu probieren. War sowieso zu kalt...
Hier auch beliebt: Eis mit Fanta oder Cola. Ist dann eine Kugel Eis im Glas und der Rest wird mit Fanta oder eben Cola gefüllt. Auf dem Bild sah es gut aus, in der Realität stelle ich mir das eher flockig eklig vor.





Alles klar...
Die High Street und die Ciff Street. Hihi.
Mit 2 AC/DC- Fans kommt man einfach nicht an der Bon Scott Statue vorbei.
Das Grab haben wir dann aber nicht mehr gefunden...

Waren sogar in einem Museum. Nach 5 Minuten kam dann die Durchsage "Boys and Girls, please leave the Museum." 
Ohne Witz, die haben uns einfach wieder rausgeworfen und eigentlich haben wir nichts getan! Da geht man ein Mal frewillig in so ein Ding und dann das!











Ja, wir hatten viel Spaß mit der Guten...



Die Sonnenuntergänge an der Westküste sind einfach die Besten ;)

Aha. So spricht man das also aus.
Mal wieder Bahnfahren...
Geburtstagsbierchen.
Alkohol gibt es hier übrigens nur in Bottleshops. Den bekommt man nicht einfach im Supermarkt, nein. Eine schöne Überraschung zum Anstoß um 12 Uhr zu Andrés Geburtstag gab es da wohl. Er hatte Ginger Beer gekauft (im Supermarkt natürlich), was dann alkoholfreies nicht-Bier war. Was auch immer es war, es schmeckte mehr wie Limonade und hat den Mund leicht betäubt. Ich hab dann zum Frühstück eins davon bekommen, weil ich nachts schon geschlafen hatte.
Das Bier am Abend war dann aber echt. Die Australier haben zwar Wucherpreise beim Alkohol, aber das Bier schmeckt dann wenigstens auch. Das wir das draußen auf dem Sportplatz getrunken haben war dann aber auch schon wieder illegal, denn der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist verboten. Zwei Backpacker haben uns erzählt sie mussten ihr letztes Bier wegkippen, als sie erwischt wurden. Die Flaschen werden dann sogar in braune Tüten gepackt, bevor man den Laden verlässt. Damit auch niiiemand mitbekommt, dass man Alkohol bei sich hat. Aber wir sind ja hart. Und wurden nicht erwischt. Juche!