Dienstag, 25. September 2012

Informationsfülle

Australien, Perth, 19. September 2012

Am nächsten Morgen hatten wir dann einen Termin mit "Anna" aus dem worknholiday Office in der Nähe unseres YHA-Hostels. Der ausgedruckte Google-Maps Plan, der uns gegeben wurde, um das Office zu finden, war leider nicht ganz so genau, wie nötig gewesen wäre und so kamen wir erst einmal eine halbe Stunde zu spät. Das schien Anna aber entweder gar nicht zu bemerken oder überhaupt nicht zu stören. Nach noch ein bisschen warten gings dann los. Anna schaltete den Beamer und ihr australisch-italienisches Mundwerk an und hörte nicht mehr auf zu erzählen. Das kann sie gut. Reden. In den folgenden Tagen bestätigte sich dann auch unser Verdacht, dass sie immer das selbe erzählt. Wieder und wieder. Mit einem Enthusiamus, der wirklich bewundernswert ist. Und genau das machte sie zu einem der praktischsten und hilfreichsten Menschen, die uns hier bis jetzt begegneten.

Zwischen einzelnen Vorträgen und Terminen war zum Glück etwas Zeit, Perth auch bei Tageslicht entdecken zu können. 

Zunächst erzählte sie uns so einiges über Australien, zum Beispiel, dass es nur 22 Millionen Einwohner hat, wovon nur knapp 500.000 Aborigines sind. Mit den Backpackern sind es aber wohl über 40 Millionen Menschen auf dem Kontinet.
Dann statte sie uns mit allen möglichen Dokumenten und Wissenswertem über diese aus. Darunter auch eine SIM-Karte, mit der wir untereinander kostenlos telefonieren können. Ihr glaubt gar nicht wie praktisch das ist! Das Auflade-System ist hier aber nicht einfach Pre-Paid. Stattdessen kann man sich für 10-50$ verschiedene Animal-Packs kaufen, die unterschiedlich viele Freimnuten -und SMS (evtl. auch Datenvolumen für mobiles Internet) beinhalten, aber nach 1 Monat auslaufen. Also irgendwie ein Misch-masch aus Pre-Paid und Vertrag. Für den Start bekamen wir das billigste Dingo-Pack ganz umsonst dazu. Unglaublich großzügig. Aber durchaus ausreichend. Der Service für diese SIM-Karten ist übrigens auch unglaublich gut. Man kann zu jeder Tages- und Nachtzeit kostenlos dort anrufen und wird mit einem äußerst hilfsbereiten Mitarbeiter verbunden, der dann in erstaunlicher Geschwindigkeit alles löst, was man so an Problemchen hat.
Nachdem Anna dann Fertig mit Erzählen und Erklären war, schickte sie uns zu Lee in seiner Bank. Lee war übrigens kein Asiate. Sondern ein Rotschopf. Ohne Schopf, denn seine Haarpracht neigte sich bereits dem Ende.


Die Westpac- meine neue Bank.

Lee erzählte dann auch, aber mehr über Bankenkram, den sowieso keiner Verstand. Wir unterschrieben einfach alles, was er uns vorlegte und warteten brav, wenn er unvermittelt aus dem Zimmer verschwand, um mit noch mehr Papierkram wiederzukehren. Die ganzen Unterschriften waren wegen irgendwelchen verwirrenden Steuer- und Versicherungsdingern in Australien. Vermutlich haben wir unsere erstgeborenen an den Teufel verkauft oder so. Aber uns wurde eine Bankkarte dafür zugesichert. Da hier aber alles etwas länger dauert und entspanner ist, sollten wir diese erst in einer Woche bekommen.
Am Ende führte uns der gute Lee dann noch in sein Zimmer und ließ uns an seiner Wand unterschreiben. Das macht er wohl so mit Work&Travellern und immer wenn er in den Urlaub geht, wird abgewischt um Platz für neue Unterschriften zu machen. Da er gerade aus dem Urlaub kam, hatten wir viel Platz.
Nach Lee ging es wieder zu Anna und die erzählte uns wieder viel über Australien, diesmal war es eine grobe Zusammenfassung über alles sehenswerte- einmal rundherum.




Der André kurz vorm Essen.
(Und ich... im Hintergrund...)
Danach schlappten wir noch in einen großen Supermarkt, den die anderen zu meinem Erstaunen in der Zwischenzeit schon ausfindig gemacht hatten (und sich praktischer Weise den Weg merkten, was mir nicht passieren könnte...).  Wir kauften Nudeln und Tomatensoße, welche wir anschließend in der Hostelküche auf kulinarisch wertlose Art zubereiteten.
Die Hostelküche besteht aus vier kleinen, seperaten Küchen, in denen jeweils zwei Herde stehen, Töpfe, Teller, Besteck ist zwar alles vorhanden, aber manchmal ekelhaft unsauber. Gewürze gibt es auch nur dann, wenn man sie sich von anderen Hostelgästen ausleiht. Aber da hier alle sehr offen sind und diese Offenheit unglaublich ansteckenend ist, stellt Ausleihen an Fremde überhaupt gar kein Problem dar.
Das ganze macht auf jeden Fall eine Menge Laune!





Das sandfarbene YHA-Hostel. Meine Bleibe für die ersten drei Tage.

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