Am nächsten Nachmittag checkte ich dann wieder im Spinners
ein- sehr zu Freuden und Verwirrung von Milan. Da ich inzwischen genug Zeit in
Perth verbracht hatte, wie ich fand, beschloss ich kurzerhand, so schnell wie
möglich nach Melbourne weiter zu reisen und suchte deswegen online nachr
Mitfahrern, um die Kosten für das Benzin etwas zu reduzieren. Es kamen dann
auch prompt eine Menge Mails und SMSen, teilweise doch sehr skurill und
verrückt (zum Beispiel vom Larrs, der behauptete er käme vom Mars...), aber die
Meisten wollten dann doch erst im Dezember fahren und das war mir zu spät.
Schlussendlich traf ich mich dann am Samstagnachmittag mit Adam, einem
Australier, der gerade seinen Arbeitsvertrag beendet hatte und nun reisen
wollte und Romeo, einem französischem Backpacker. Das zusammenfinden am Bahnhof
war schon etwas kompliziert und das Wetter an diesem Tag ziemlich heiß,
weswegen wir in Romeos Lieblingscafé gingen, um dort etwas Abkühlung beim
Quatschen zu bekommen. Wir kamen alle sofort gut ins Gespräch und beschlossen
dann in dieser Formation nach Melbourne zu fahren- schon am Montag! Kurz darauf
kam eine leicht angetrunkene Dame zu Adam und fragte ihn nach einem Autogramm,
weil sie dachte er sei einer von zwei „Voltaire-Twins“. Niemand von uns kannte
die und auch google macht uns nicht schlauer, aber er gab ihr das Autogramm
dann trotzdem.
Am Sonntag gabs dann ein Abschieds-BBQ mit den Überbleibseln
der deutschen Gruppe, die noch in Perth waren: Caro, André, Chris und Max. Es
war ziemlich windig und die BBQ-Platten auch von einer anderen, ziemlich
betrunkenen Gruppe, die schon den ganzen Tag dort war, halb belagert, aber die
waren gut drauf und gaben uns eine Platte ab. Da habe ich dann das erste Mal
Känguru probiert. Am Spieß. Schmeckt ganz gut, fast wie Rind, nur etwas zarter,
aber auch nicht sonderlich spektakulär. Vielleicht war das aber auch nur so,
weil es eben ein Spieß mit gewürfeltem Fleisch war.
Der Abend an sich war ganz schön und lustig und ein sehr
gelungener Abschluss mit einem letzten Westküstensonnenuntergang.
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| Max, Chris, Caro, André |
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| Und das war einer aus der anderen Gruppe... oder zumindest sein Bier. |
Am 19.11.2012 traf ich mich dann wie verabredet mit Adam in
der Nähe meines Hostels, wir luden sein Gepäck ein und erledigten die nötigen
Einkäufe. Wie Bier. Und ein bisschen Essen... Anschließend dann der letzte und
endgültige Abschied im Spinners, der schon fast ritualisiert wurde. Der
sichtlich berührt Milan, der mir nun zum dritten Mal sagte, ich solle niemals
zurück schauen (sein Lieblingsspruch), sich dann umdrehte und geschäftig die
Küche putzte. Später kam er dann zum Winken noch mal auf den Parkplatz.
Und dann der erste Schock: Romeo sagte per SMS ab. Zuviele
Dinge seien in Perth noch unerledigt und er bräuchte noch ein paar Tage. Ich
ließ dann aber meinen Charme spielen und
schaffte es tatsächlich noch, ihn zu überzeugen trotzdem mitzukommen. Als er
dann gegen Abend zu uns stieß war ihm das furchtbar peinlich und er hörte
zunächst gar nicht auf, sich zu entschuldigen. Aber gegen 6 PM ging es auch
endlich los Richtung Melbourne!
Doch bevor ich Perth nun hinter mir lasse, hier noch ein
paar Bildeindrücke, die es bisher nicht in den Blog geschafft haben.
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| Bevor ich das Auto gekauft habe... bevor... |
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| Freemantle Market |
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| Freemantle Beach |
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| Der Park in der Nähe von unserem Hostel und vor unserer Bushaltestelle. |
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| Ein Restaurant...? |
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| Und irgendwann hab ich dann eine Maskenserie gestartet... |
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| Die waren so gut. So gut. San Churro! |
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| Quidditch auf dem Northbridge Piazza. |
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| Hagrid. |
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| Der Schnatz. War ein bisschen gemein, weil er a) schneller, als die Sucher war und b) sie in asiatischer Selbstverteidigungsart einfach auf den Rücken legte, wenn sie doch zu nah kamen. |
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