Donnerstag, 28. Februar 2013

Auf nach Melbourne!



Die erste Nacht verbrachten wir in Wickepin, aber wirklich etwas besonderes gab es da nicht. Es wurde eben dunkel und man brauchte einen Ort zum Übernachten.



Eine GIGANTISCHE Polizeistation. Sieht aus, als würden sie einen gleich zum Tee einladen...



Am nächsten Nachmittag, den 20.11.2012, kamen wir dann in Esperance an, wo ich einen kleinen Zwischenstopp einlegen wollte, weil ich gehört hatte, dass es dort unheimlich schön sein soll. War dann auch ganz nett und es gab mal wieder ein BBQ am Strand: Chevaps und Reispfanne.


 

Anschließend wurde dann ins örtliche YHA- Hostel eingecheckt, welches übrigens sehr sehr nett ist. Hat mir richtig gut gefallen, ein sehr gemütlicher Komplex mit super Innenhof.
Während unserem Aufenthalt dort wurden wir zwei Mal gefragt, ob wir in der Nähe Farmjobs haben möchten, weil die Farmer mehr Arbeiter brauchten. Romeo und vor allem Ich, waren sehr versucht und auch Adam hätte nichts dagegen gehabt, noch etwas länger zu bleiben, aber schlussendlich entschieden wir uns dann doch, nicht gleich am Anfang der Reise aufzuhören, sondern brav weiter Melbournes Ruf zu folgen.
Der einzige Nachteil an dem Hostel:  Man durfte dort kein Bier trinken. Also sind Adam und ich ins Auto geflüchtet und haben dort einen Film mit doch sehr seltsamen Humor geschaut: Shoot’Em Up, bis mein Laptop- Akku dann versagte, weil irgendwelche Updates installiert wurden oder so.
Am 21.11.2012 ließen wir uns mit dem Aufbruch dann sehr viel Zeit und Adam hat sogar Delphine im Meer vor der Hosteltür gesehen springen sehen.
Die Straße führte uns dann zu der längsten geraden Strecke in ganz Australien.(und es gibt unglaubich viele sehr lange gerade Strecken hier, wo man ewig lang das Lenkrad nicht braucht und auch keine Kurven Richtung Horizonz sieht...). Ich war nicht besonders Wild darauf, sie zu fahren und im Endeffekt hatte dann Romeo das Vergnügen (er wollte das wirklich!).



 
Auf dem Campingplatz machten wir dann nachts ein Lagerfeuer, quatschten und drückten Romeo seine Gitarre in die Hand, so wie an allen folgenden Tagen nach dem Essen auch.



Am nächsten Tag passierten wir dann doch auch mal die Grenze von WA (Western Australia) nach SA (Southern Australia). Und obwohl man eigentlich kein Obst über die Grenze bringen darf, hat eine letzte Orange aus Perth es doch rüber geschafft. Ich hatte sie schlicht vergessen, aber das wird nicht das letzte Mal sein, dass ihr von der Guten hört! Es bleibt spannend.


Beide Staaten gehen nicht gleichzeitig! Die Teer- Grenze.
An diesem Tag fuhren wir nicht ausschließlich stumpf bis Sonnenuntergang durch, sondern machten sogar noch bei zwei Look- Outs halt!





 Von der offiziellen Aussichtsplattform konnte man nicht sehen, dass es einen zweiten Vorpsrung gab, etwa einen Meter tiefer. Ich war dann die Erste, die über den Zaun kletterte und wir witztelten schon, dass ich den Autoschlüssel doch bitte nicht bis nach vorn mitnehmen sollte. Nur zur Sicherheit.  Irgendwann waren Adam und ich dann am Rand der oberen Plattform und er meinte zu mir „Pretend to jump!“. Das tat ich dann auch und duckte mich auf der unteren Plattform, sodass Romeo mich nicht mehr sehen konnte. Der Schrei war köstlich und noch Minuten später war der arme Franzose noch völlig aufgelöst, während Adam und ich vor Lachen kaum noch atmen konnten.






Whoops. Riesenriss. Auf dem Ding saßen wir alle. Auf dem Rückweg haben wir die Lücke dann entdeckt.
Tage später zahlte er mir es dann Heim, indem er  so tat, als würde er stolpern und ungeschickter Weise seinen heißen Kaffee auf mich schütten. Natürlich war der Becher leer, die Darstellung aber dennoch erschreckend echt!
Übernachtet haben wir dann  auf einem Freeway- Campingplatz, bei dem man für die Dusche sogar noch einen extra Dollar zahlen musste (und gereicht hat das dann auch nur, wenn man sich verdammt beeilt hat). Wir campten direkt neben einem Golfloch samt Fahne. Adam erzählte uns dann, dass es auf dem Weg von Perth nach Adelaide eine bestimmte Anzahl (8 oder 11 oder so, was weiß ich) an Golflöchern gibt, auf denen man auf der Strecke dann spielen kann. Ganz nette Idee und am nächsten Morgen haben wir dann sogar ein paar Rentner beim Spielen gesehen.




Der 23.11.2012 hingegen war dann wieder ein reiner reiner Fahrtag. 

Ich kam lachend aus der Mädchentoilette und zeigte den Anderen dieses Fotos. Adam meinte dann, ich sollte diesbezüglich mal in die Männertoilette gucken.
Armer Romeo.
Diesmal endeten wir sogar bei einem sehr luxuriösem Campingplatz, 350 km vor Adelaide. Dort schummelten wir dann aber ein bisschen und gaben an, dass wir nur zu zweit waren. Nach 5 Minuten, hatten die das aber bestimmt rausgefunden, denn die zwei Trottel hatten den Badschlüssel an der Rezeption vergessen und der wurde dann vorbei gebracht. Da stand ich natürlich auch rum. Passiert ist aber nichts, außer, dass wir etwas verwundert angeguckt wurden.
Irgendwann später ist mir dann aufgefallen, dass die eine Pfanne überhaupt nicht in meine Kiste passt, bis mir aufgefallen ist, dass das gar nicht meine Pfanne war. Wir waren alle veriwrrt, bis mir dann dämmerte, dass Adam die wohl vom selben Campingplatz mitgehen hat lassen- ausversehen, weil er dachte, es sei meine. Tatsächliche hatte ich sie aber im dortigen Küchenblock gefunden und benutzt. Er gab dann zu, sich gewundert zu haben, warum die Pfanne nicht wie sonst in die Kiste passte, aber schob es dann auf sein mangelndes Puzzletalent. Eine fremde Gabel habe ich dann auch noch gefunden.
Beim Einkaufen suchte Romeo dann ein paar Pflaumen heraus und meine Güte. Sind die genial hier. Ich mochte Pflaumen in Deutschland nie, aber die Dinger hier sind riesig und saftig und und und... einfach der Hammer! Ich hab dann tagelang von den Dingern gelebt und war zutiefst erschüttert, wenn wir dann mal keinen Nachschub fanden.


Am nächsten Tag kamen wir dann auch endlich in Adelaide an. Dort durften wir freundlicherweise umsonst bei einem alten Schulfreund von Adam übernachten. Und ich bekam sogar ein Zimmer für mich (dafür musste dann das Baby zu den Eltern...). Allerdings war das Paar gerade noch auf einer Hochzeit und deswegen strollten wir zu Beginn dann erst in einem Einkaufszentrum herum und vertrieben uns dort ein bisschen die Zeit.
Als wir „nach Hause“ kamen, trafen wir zunächst einen Hocherfreuten kleinen, weißen, hyperaktiven Hund namens Fuzzy Bear, der immer herumwuselte und spielen wollte. Das einzige, was er wirklich konnte war, sich auf Kommando hinzusetzten und die Pfote zu geben. Ursprünglich waren das mal zwei verschiedene Kommandos, aber mit der Zeit verschmolz das wohl zu einem und er wedelte einem dann immer mit der Pfote vorm Gesicht rum, bis man sie dann schüttelte. Ein niedliches kleines Viech.

Fuzzy Bear. Benannt nach dem Bär aus der Sesamstrasse.
Zwei Katzen gabs auch, die hielten sich aber meist im Hintergrund. Bis die eine dann meine Füße unheimlich attraktiv fand und sich immer wieder ausgiebig auf ihnen räkelte.

Im Hintergrund: Harry Potter
Im Vordergrund: Abendessen.
Dazwischen: Adam und Romeo.
Der nächste Tag wurde dann Adelaide gewidmet. Frühstück (oder besser gesagt Lunch) gab es in einer Chinameile. Leider waren auf meinem sonst megageilen  Pfannkuchen Peanuts und einige habe ich wohl übersehen, weswegen mir dann den ganzen Tag schlecht war.

Mango- Banana!



Danach gings an den völlig überfüllten Strand und Adam zeigte uns noch, wo er früher mal gearbeitet hatte, während wir einfach ziellos durch die Straßen wanderten.


Ja, die Weihnachtsstimmung war schon unglaublich... im Sommer...

Die Schweine hatten Namen!
Weiter gings am nächsten Tag gegen Mittag. Diesmal bis zum Blue Lake. Der ist übrigens ziemlich blau. Auf dem dortigen Campingplatz haben wir dann einen weiteren Deutschen getroffen und unser BBQ und Bier geteilt, weil wir einfach das billigste Würstchenpack, das gleichzeitig auch das größte war und deswegen verdammt üppig, gekauft hatten. Alleine hätten wir das sowieso nicht geschafft und selbst mit Hilfe blieben Würstchen übrig. Das war übrigens der Abend, an dem wir dann die extra Pfanne bemerkten.
Es folgte die erste verregnete Nacht, aber ich war ja gottseidank im Auto. Am nächsten Morgen waren die zwei Jungs völlig durchnässt und durchgefroren, weil das Zelt natürlich nicht wasserfest war. So nötig hatte Romeo seinen Kaffee noch nie gehabt. Adam und ich vermuteten schon seit längerem eine ernsthafte Sucht, aber die Menge an diesem Tag übertraf alles bisher dagewesene und es war höchst erstaunlich, dass er kein unkontrolierbares Zittern bekam. Er überlebte. Irgendwie.

Der nächste Tag (27.11.2012) bestand zunächst aus einer Photosession rund um den blauen Blue Lake herum.








Echidna!


Und anschließend passierten wir zunächst die Grenze zu Victoria und kamen anschließend sogar in Melbourne an. Dort checkten wir dann im Elephanthostel ein, das natürlich keinen eigenen Parkplatz hatte. Alles in der Nähe war abartig teuer und das billigste war etwa  45 Minuten zu Fuß bei einem Casino für 12€ pro 24h. Da stellte ich meine vierrädrigen Gefährten dann ab.




Das Bild finde ich irgendwie richtig gut.
Abends erkundeten wir die nächstliche Innenstadt und beschlossen alle, dass wir Melbourne mochten. Bis dann zwei pubertierende Aboriginie Mädchen an der Hungry Jacks Theke Rabatz machten. Aber das war eigentlich auch ganz amüsant und der einzig unangenehme Zusammenprall mit den dortigen Einwohnern.

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