Donnerstag, 29. November 2012

Nordtrip- Teil 6: Coral Bay und Exmouth!

20. Oktober


Am nächsten Morgen fuhren wir dann ohne Abschiedsträne weiter bis nach Coral Bay. Eigentlich hatten wir dort keinen weiteren Zwischenstop geplant, aber es war so paradiesisch, dass dort eben ganz spontan zwischengecampt wurde.

Eine kleine Palmenallee als begrüßung.

Unser Außblick während dem BBQ.
Einmal Strand...

...zweimal Strand.

Und wieder ein Photoshooting.

Die Möwe ist ja mein persönliches Highlight in dem Bild.
Das Photo schien übrigens nicht zufriedenstellend zu sein.
Viel besser.
Mein Boppes nach dem Photoshooting... Ja, ich saß eine Weile... im Nassen... ja...


Einfach eingebuddelt!!
Es folgte ein weiterer Strandtag. Was soll man da auch groß erzählen? Man konnte schnorcheln und hat vor allem lauter kleine bunte Fische gesehen. Mir kamen recht große weiße (nicht Haie...) oder blaue auch recht nah. Die sind da völlig unerschrocken, selbst als ich meine Hand nach ihnen ausgestreckt habe.

Mini- Rochen.
Achja, und mal wieder ein Westküsten- Sonnenuntergang.










21.Oktober








Andrés seltsame Fotosession. Written and directed by him.


Der Hammer. Ein wahrer Epos.

Während wir den Vormittag noch in der Coral Bay verbrachten, nahmen wir nachmittags- endlich- das letzte Stück bis nach Exmouth in Angriff. Da es Sonntag war, hatte das Visitor Center aber leider nicht offen, wo wir uns eigentlich erkundigen wollten. Und da Exmouth an sich überhaupt nicht schön ist, sondern nur der National Park dahinter, sind wir auch nicht lange in der Stadt geblieben sondern fuhren direkt weiter zu einem Campingplatz zwischen Exmouth und Nationalpark.

Das hört einfach nicht auf.
Dort hüpften wir erst Mal in den Pool, obwohl der schon seit 10 Minuten geschlossen war!! Um ehrlich zu sein kamen wir erst gar nicht durch das Tor, welches davor war. Dachten schon ein fleißiger Mensch hätte bereits abgeschlossen, bis uns ein anderer Campingplatzbesucher von seiner Bungalooterasse aus den höchskomplizierten Hebelmechanismus erläuterte.
Als es dann dunkel wurde, dachten wir, wir könnten die Ankunft an unserem Ziel ja ein bisschen feiern. Also wurde Flunkyball in der Küche während dem Kochen gespielt. Zu zweit, weil Lisa Bier nicht mag. Gewonnen hab dann sogar ich. Aber auch nur, weil André seinen letzten Schluck unglaublich ausweitete und dann einfach die Flasche nicht mehr traf.


Die Nudeln kochen über. Was macht Lisa? Rennt hin, springt auf die Theke und brüllt.
Treffer versenkt.
jewonnen.
Ganz normal. Die will nur spielen.


22. Oktober


Grrr.
Am nächsten Tag wurden wir dann von den blöden Papageien und ihrem Geschrei geweckt. Das ging dann schließlich so weit, dass ich irgendwann Andrés Volleyball aus dem Auto kramte und die Viecher damit verfolgte. Wirklich nahe kam ich aber nur einer höchst irritierten Möwe, die eiligst davonstackste. Die Papageien sind einfach zu große Schisser.
Nach dem spontanen Morgensport gings dann auch endlich in den Nationalpark bei Exmouth. Unter anderem wanderten wir dort den Yardi Creek entlang und genossen einen phantastischen Ausblick auf eine Schlucht.




Ja, das war der Weg nach oben...


Und plötzlich flogen da die ganze Zeit so Synchronflieger herum.

Und der Weg zurück...

Und diese netten Gefährten haben wir auf dem Rückweg entdeckt. Hängen da so im Baum und machen Krach.
In der Sandy Bay beobachteten wir dann ein paar Kite- Surfer. Ein Mädel kam immer angeheizt, wenn André vorbeigelaufen ist und drehte erst im letzten Moment ab. Ob das nun Absicht war, sei mal dahingestellt. Lustig wars auf jeden Fall. Dort haben wir dann auch Salz selbst abgebaut. Oder eben vom Stein gekratzt und zum Trocknen in eine Tupperdose gepackt. Schmeckt sehr meerig, welch Wunder!



Die waren in der Gegen überall verteilt.

Das Salz.
Korallenstückchen gab es dort öfter als Muscheln.

Schlussendlich fuhren wir dann auf einen Parkcampingplatz (saubillig, aber ohne Dusche oder fließend Wasser, dafür wunderschöner Strand).
Dort hatte André dann so ein gutes Gefühl, dass das mit dem Angeln diesmal unbedingt was wird. Also wurde die Angel ausgepackt und der schon halbvergammelte, extra dafür aufgehobene Dosenmais auf den Hacken gespießt und los gings. Das ganze endete dann damit, dass André plötzlich wieder verschwunden und Lisa auf der Suche nach einem Pflaster für ihren blutigen Daumen war, während ich alleine mit der Angel am Strand stand, wo ich doch die Einzige war, die damit sowieso gar nichts anfangen konnte oder wollte.




Als die Anderen dann wieder da waren, übergab ich die Angel und setzte mich zu der Campingplatzgemeinschaft. Die versammelte sich nämlich jeden Abend und quatschte einfach bei einem Getränk der eigenen Wahl. Bier. Bei allen. Irgendwann tauchte dort auch der Ranger auf und erzählte ebenfalls. War ganz nett.
BIS, ja BIS Lisa kurz vor Sonnenuntergang irgendwann angedruckst kam und mich etwas kleinlaut zum Strand bat. Ich dachte schon sie hätten irgendwas geangelt (was aber natürlich auch wieder nichts wurde), aber etwas kleinlaut und in vielen Einzelteilen gaben André und Lisa dann preis, dass der Schlüssel im Auto war und selbiges sich selbst abgeschlossen hatte. Beim Autokauf hatte Adrien mir sogar noch gesagt, dass es keinen Zweitschlüssel gibt und ich deswegen vorsichtig mit dem übrigen sein sollte.
Also dackelte ich zurück zu der Campingplatzgemeinschaft, tippte der Verwalterin auf die Schulter und fragte "Is there any way to open a car without the keys?" Keine zwei Minuten später stand der halbe Campingplatz um mein Auto und stocherte mit Drähten an der Tür herum.


Hach, die Idylle... TRÜGT!
Im Laufe der Aktion wurden mindestens drei Bier über das Dach verteilt und schlussendlich zog jemand einfach die Hintertür etwas zurück und fischte den Schlüssel von der Rücksitzbank durch den entstandenen Spalt. Ich konnte kaum hinsehen, aber immerhin weiß ich jetzt, dass mein Auto recht Einbruchsicher ist. Außer man lässt den Schlüssel auf der Rücksitzbank.
Bis der Schlüssel aber seinen Weg wieder in Menschenhand fand, war die Sonne natürlich längst Untergegangen- dabei wollten wir den Sonnenuntergang unbedingt anschauen.

Der Hammer. Einfach der Hammer.



23. Oktober

Adlernest bei der Information.
Ein Strand. Leider ist da irgendein Fettfleck auf meiner Linse gewesen und ich habs nicht bemerkt... sorry!





Einige Stunden Schlaf später besuchten wir dann abermals das Visitor Center, um zu erfahren, ob man heute noch in andere Buchten konnte, denn am Tag vorher waren die Meisten auf Grund von starken Strömungen abgesperrt. Es gibt sogar eine Schnorchelstelle, an der man auf der einen Halbinsel ins Wasser geht, den Kopf ins Wasser taucht und sich alles ansieht, bis man an der anderen Halbinsel wieder angespült wird. Das war aber leider gesperrt. Schnorcheln durften wir wieder nur in der Turquoise Bay. Das haben wir dann auch gemacht. Leider waren die Korallen nicht gerade üppig oder farbenfroh, da es durch die ganzen Besucher und ohne Aufsicht recht schnell kaputt geht. Schön wars trotzdem und wieder gab es jede Menge Fische, die teilweise auch Geräusche von sich gaben.
Als wir gehen wollten entschied André, dass er jetzt unbedingt noch eine klitzekleine Runde schnorcheln müsste. Wir hätten ihn erwürgen können, aber irgendwie hatten wir uns auch schon dran gewöhnt. Statt groß herum zu diskutieren entließen wir ihn einfach für ein paar Minuten in Wasser und packten derweil schonmal unser Zeug zusammen. Natürlich blieb es nicht bei ein paar Minuten und so warteten wir am Auto. Und warteten. Bis uns ein Australier, dessen Riesenjeep neben meinem Auto parkte, anquatschte. Wir kamen ins Gespräch und es stellte sich heraus, dass er ein Tourführer war und gerade auf seine Rentner wartete, die sich am Strand vergnügten. Es stellte sich auch heraus, dass wir noch nach einem Campingplatz suchten und dass Ash, so hieß der gute Mann, gerne Besuch hat. Also bot er uns an, am Abend bei sich vorbei zu schauen und zu schlafen. Wir dürften auch alle Geräte aufladen und Waschen und zu Essen würde es auch geben- umsonst. Sowas lehnt man als Backpacker natürlich nicht unbedingt ab. Daraufhin zog Lisa dann auch los und zerrte André aus dem Wasser (nach einer kurzen halben Stunde...), während Ash mir noch weitererzählte und seine Addresse aufschrieb. Und wir versprachen, nun zu Dritt, nach dem Sonnenuntergang zu ihm zu kommen.

Auf dem Rückweg am Straßenrand gefunden.
Die stehen alle paar Kilometer in der Wüste herum... ich mein?
Für letzteren sind wir dann noch zu einem Leuchtturm gefahren, der auf einem großen Hügel stand (mein Auto ist nur mit viel ach und krach hochgekommen- dafür gings bergab dann zackig und ohne gasgeben.) Da es zu dieser Zeit auch noch ein bisschen neblig wurde, war die Stimmung und das Licht phantastisch. Neben uns parkte sogar eine Photographin mit Megakamera und knipste.

Der Leuchtturm.

Lieblingsbild.
Anschließend warf ich das Navi an, tippte die Addresse die ersten paar Mal falsch ein, bis sie dann in Teamarbeit endlich richtig entziffert werden konnte, und es ging zurück in die Stadt Exmouth. Da es hier selten sichtbare Hausnummern an den Häusern gibt dachten wir, wir könnten Ash ganz einfach durch seinen Riesenjeep identifizieren. Pustekuchen. Sobald ich einen sah, sahen die Anderen vier weitere. Die hat hier nämlich jeder, logischerweise. Also telefonierten wir uns zusammen.
Dort angekommen verbrachten wir einen sehr gemütlichen Abend in einem etwas verratzten Haus. Aber es gab Fischpizza mit selbstgefangenem Belag umsonst. Außerdem stelle sich heraus, dass unser lieber Ash ein Profisurfer ist oder zumindest war. Überall standen Trophäen herum oder es hingen Zeitungsauschnitte von ihm an der Wand.
Das Einzigste, was den Frieden etwas störte war die kleine Tochter, 6 Jahre. Die volles Rohr Unterbeschäftigt war und uns irgendwie als Spielzeug interpretierte. Aber das legte sich im Laufe des Abends gottseidank etwas.
Trotz freundlich gemeintem Angebot, in seinem Haus in Betten und Sofas verteilt zu schlafen, schlugen wie doch lieber unser Zelt im Garten auf. So nett es auch war, auf diesen Sofas möchte ich lieber keine Nacht verbringen. Natürlich hat jeder von uns mitgedacht und keine Photos gemacht...

1 Kommentar: